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Wie antworten wir, wenn Leute sagen, dass wir Alkohol trinken, aber nicht betrunken werden sollen, indem wir kleine Mengen trinken?
Der Konsum von Alkohol hat für verschiedene Menschen verschiedene Bedeutungen. Die Verwendung von Alkohol war ursprünglich dafür gedacht kleine Mengen davon für Verdauungszwecke oder medizinische Zwecke (Magenprobleme, Husten, etc.) zu verwenden. "Trink nicht nur Wasser, sondern nimm auch etwas Wein, mit Rücksicht auf deinen Magen und deine häufigen Krankheiten!" (1.Timotheus 5:23). Eine sehr kleine Menge erfüllt diesen Zweck, wie beispielsweise auch die Verwendung von Soda, welches ebenfalls dafür bekannt ist viele schädliche Zutaten zu beinhalten, jedoch nichts das den Körper vergiften würde.
Viele Kulturen servieren heutzutage traditionell einen einfachen Tafelwein zum Essen für die ganze Familie, Jung und Alt, jedoch ohne medizinische Gründe dafür zu haben - es basiert hauptsächlich auf Tradition. Meistens überschreiten diese Drinks keinen halben Becher.
Leider trinken viele Menschen Alkohol aus dem Grund des Rausches oder um Freunde betrunken zu machen, Spaß zu haben, sich albern zu verhalten oder um Hemmungen loszuwerden. Diese Gründe passen auf keinem Fall zu unseren christlichen Prinzipien und Verhaltensweisen und sind nicht Teil unserer christlichen Werte. Je mehr jemand trinkt, auch wenn es nur mit kleine Mengen beginnt, desto mehr entwickelt sich eine Toleranz gegenüber dieser Menge und diese Person wird anfangen größere Mengen zu konsumieren. Deshalb sieht die Kirche den Konsum von Alkohol als inakzeptabel, da Alkohol keinen wirklichen Zweck erfüllt, mittlerweile besser geeignete Medizin existiert und der geringe Konsum von Alkohol dazu veranlassen kann das eigene Limit zu übersteigen und dabei zu sündigen oder sogar andere dazu veranlassen zu fallen.
In meiner Familie ist Alkoholkonsum keine Sucht; normalerweise kommt es hauptsächlich während Feiern wie in den amerikanischen Weihnachten, oder Silvester vor, oder sogar hin und wieder auf dem Tisch, ein kleines Glas Wein. Ich habe schon von vielen Priestern und einigen Familienmitgliedern gehört, dass das Trinken von allem zusammen falsch ist, auch wenn es überwacht und nicht übermäßig ist. Ich weiß, dass unsere Kirche standhaft ist gegen Trinken und sich zu betrinken, aber wäre es falsch, wenn man sie wie eine Cola-Dose auf dem Esstisch behandelt und nicht als Suchtmittel betrachtet? Was ist meine Position, wenn ich bei einem großen Familientreffen bin und sie mir eine Tasse Wein anbieten, soll ich es einfach so nehmen, dass ich keine Szene verursache oder soll ich nein sagen? Am Ende ist Alkohol für mich nichts Besonderes, das ich gerne trinke, aber gleichzeitig habe ich kein Problem damit. Der Grund dafür ist, dass wenn mir ein Getränk angeboten wird, es immer zuhause mit der Familie ist. Ich gehe nie das Risiko ein, in der Schule zu trinken, da ich mich nie an einen Ort begeben habe, an dem eine Party stattfindet. Ich will nur wirklich die richtige Antwort dafür finden.
Es ist offensichtlich, dass die Antwort auf deine Frage tatsächlich in deiner Frage enthalten ist. Die entspannte Atmosphäre und die
Normalisierung des gelegentlichen Trinkens zum Zweck des Feierns oder des zwanglosen Essens haben dich gleichgültig gelassen. Diese
Gleichgültigkeit ist beunruhigend. Du sagst, wenn du
dich weigerst, bei deinen Treffen etwas zu trinken, kann das möglicherweise Fragen verursachen oder sogar eine Szene machen. Brauchst du diesen unnötigen Gruppenzwang wirklich? Wenn du einmal gesagt hast, dass du überhaupt
keinen Alkohol trinkst, wird das die Sache klarstellen und schließlich werden diejenigen, die dich unter Druck setzen, zurückweichen. Wenn nicht, setzt du dich und deine potentielle Familie in Zukunft in Gefahr. Auf persönlicher Ebene kenne ich keine Person, die von Anfang an dachte, sie
würde süchtig nach Alkohol werden. Für die meisten Leute begann es normalerweise ganz unschuldig. Manche Menschen sind wahrscheinlich anfälliger für Sucht als andere. Du kannst zu mir und zu dir sagen, das bist nicht du und es mag so sein.
Aber weder du noch ich wissen, dass, wenn sich die Umstände in deinem Leben ändern und du plötzlich übermäßig gestresst bist, wie würde Alkohol, der für gelegentliche Entspannung so leicht
verfügbar war, in eine ratlose Denkweise spielen?
Was ist mit den anderen Mitgliedern der Familie, die sich dazu entschließen können, gelegentlich mit dir und deiner Familie zu trinken oder um Gruppenzwang auszuüben, aber eine geringe
Alkoholtoleranz haben und entweder eine Sucht entwickeln können oder schädlich auf seinen Verbrauch reagieren? Wer übernimmt die Verantwortung für diese Situationen? Konsum von
Alkohol kann dazu führen, dass andere stolpern.
Wer wird in Zukunft die Entscheidung treffen, wann deine Kinder an diesen zwanglosen Feierlichkeiten teilhaben können, welche Grenzen werden ihnen gesetzt und wie werden Sie ihren Konsum
durchsetzen?
Es gibt niemanden, der bestreitet,
dass Alkoholkonsum die Wahrnehmung einer Person verändert, wie klein sie auch beim Essen ist. Zumindest während eines Abendessens nehmen die anderen Nahrungsmittel die Wirkung des Alkohols schneller
auf. Aus diesem Grund
sind andere Kulturen, die dafür bekannt sind, dass sie schwere Mahlzeiten zu sich nehmen, daran gewöhnt, am Tisch einen kleinen Wein mit geringem Alkoholgehalt zur Verdauung zu haben.
Das soziale Trinken bei Feiern und anderen Veranstaltungen dient jedoch in der Regel der sozialen Entspannung und der Hemmung, und der Alkohol geht direkt ins Blut, da nur wenig Nahrung vorhanden
ist. Manche Leute täuschen sich vor, nach der
Arbeit einen Drink zu sich nehmen zu können und zur "Happy Hour" zu gehen. Es hört sich
fast unschuldig an, aber es ist wirklich beängstigend was sie den Leuten anbieten. Ein Getränk führt zum anderen, welcher oft zu einem reduzierten Preis ist, um den
entspannten Käufer dazu zu bringen, mehr zu konsumieren. Dann muss man nach Hause fahren. Wer wird die Folgen der Möglichkeiten des Fahrens unter dem Einfluss tragen?
Du hast Recht damit, dass die Kirche den Konsum von Alkohol nicht billigt. Auf der anderen Seite sagen wir nicht, dass es eine Sünde ist, gelegentlich ein Glas Wein zu trinken. Nicht zu sagen, dass etwas eine Sünde ist, bedeutet nicht, dass es für alle Menschen genehmigt oder empfohlen ist. Unsere Empfehlung ist, sich von Alkohol fernzuhalten, und auf lange Sicht wirst du eine natürlichere, entspannte Atmosphäre in deiner Umgebung erleben.
Im Alten Testament wurde das Trinken von Wein verurteilt. Was ist der Standpunkt der Kirche in Bezug auf Alkohol und wie können wir uns mit dem Wunder bei der Hochzeit von Kana in Galiläa
und den Worten unseres Herrn Jesus Christus im heiligen Evangelium nach Lukas 7:34 in Einklang bringen? "Der
Menschensohn ist gekommen, er isst und trinkt und ihr sagt: Siehe, ein Fresser und Säufer, ein Freund der Zöllner und Sünder!"
In dem Wunder bei der Hochzeit von Kana aus Galiläa erwähnt die Bibel nicht, dass unser Herr Wein trank. Was das heilige Lukasevangelium 7:34 betrifft, sagte Jesus nicht "Fresser und Säufer" über sich selbst. Dies waren falsche Anschuldigungen der Pharisäer. Christus hat sein Leben, mit dem von Johannes dem Täufer verglichen. Unser Herr lebte ein gewöhnliches Leben in der Stadt, während der hl. Johannes der Täufer in der Wildnis lebte und Heuschrecken und wilden Honig aß. Die gleichen Männer, die Johannes den Täufer als wild dargestellt hatten, weil er weder gegessen noch getrunken hatte, hatten auch unseren Herrn Jesus zu Unrecht als korrupt in seinen Sitten dargestellt, weil Er mit Sündern essen und trinken ging.
In Bezug auf den Standpunkt der Kirche in Verbindung mit dem Alkoholkonsum: Die Kirche sagt nicht, Alkohol zu trinken ist Sünde, aber der Missbrauch von Alkohol ist sündhaft. Obwohl dies die Position der Kirche ist, befürwortet sie völlige Abstinenz vom Trinken, weil die Möglichkeit von Missbrauch in der Regel sehr hoch ist.
Ist es in Ordnung, gelegentlich alkoholische Getränke zu Hause und nicht vor Leuten zu trinken?
Die Kirche sagt nicht offen, dass Alkoholkonsum an sich sündig ist, aber Alkoholmissbrauch ist. Die Kirche befürwortet jedoch eine völlige Abstinenz vom Alkoholkonsum, da die Möglichkeit von Missbrauch in der Regel sehr hoch ist.
Dein Körper ist der Tempel des Heiligen Geistes. Fragen wir uns selbst: Bringen wir dem Heiligen Geist Ehre durch Alkoholkonsum (1. Korinther 6:12-15,19-20)?